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    <title>Waschsalon : Rubrik:Wolle</title>
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    <title>Waschsalon</title>
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    <title>Stock und Stein</title>
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    <description>Als Astrid Lindgren 1978 den Frankfurter Friedenspreis&quot; verliehen bekam erzählte sie folgende Geschichte über eine Bekannte:&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war eine junge Mutter zu der Zeit, als man noch an den Bibelspruch glaubte: &quot;Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben.&quot; Im Grunde ihres Herzens glaubte sie nicht daran, sie liebte ihren Jungen und erzog ihn mit Liebe. Aber eines Tages hatte ihr kleiner Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte. Die erste in seinem Leben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen, den er ihr bringen sollte. Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er weinend zurück und sagte: &quot;Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein, den kannst du ja nach mir werfen.&quot; Da fing auch die Mutter an zu weinen, denn sie sah nun alles mit den Augen des Kindes. Der Sohn musste gedacht haben: &quot;Meine Mutter will mir wirklich weh tun, und das kann sie ja auch mit einem Stein.&quot; Sie nahm ihren Sohn in die Arme und legte den Stein auf ein Bord in der Küche. Und dort blieb er auch bis heute als ständige Mahnung: Nie wieder Gewalt!&quot; &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-20T13:08:00Z</dc:date>
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    <title>Der Mensch als Industriepalast</title>
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    <description>&lt;img src=&quot;http://www.nlm.nih.gov/exhibition/dreamanatomy/images/400%20dpi/IV-A-01.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a href=&quot;http://www.nlm.nih.gov/exhibition/dreamanatomy/da_g_IV-A-01.html&quot;&gt;via&lt;/a&gt;]</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-12-05T13:08:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/3077064/">
    <title>Felix</title>
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    <description>&lt;img src=&quot;http://static.flickr.com/140/325146203_3fa11b8686.jpg?v=0&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;150&quot; /&gt;In jener Nacht im Dezember, in der er seine erste dekadente Party in Berlin feierte, gab es ein Menü von Spargelschaumsüppchen, Jakobsmuschelfilets und Lardo, hernach süße Törtchen und zu alledem viel trockenen Roten, nach diesem Tag, den er mit hochtrabenden Gesprächen und schwerwiegenden Entscheidungen begonnen hatte und der sich nun allmählich im rotblauen Schummerlicht des Clubs in tanninhaltige Erinnerungen verflüssigte. Das war ein gutes Gefühl und während er seinen Gedanken noch beim Verklären zuschaute, verflüssigte sich auch die Tischordnung. Nach dem letzten Törtchen falteten Keller die zuvor aufwendig geschmückten Tische zusammen, der Raum, der vorher eine cool verkleidete Lounge mit langen Tafeln und dunkel gedimmten Separees umarmt von gemütlichen Ledersofas war, strebte jetzt nach größerem, öffnete sich und wurde eine weite Tanzkathedrale. Der Übergang hätte brutaler nicht sein können: Eine Liveband spielte dazu sehr harten, sehr lauten und sehr guten Rock. Fünf Stücke und eine Zugabe lang, dann wummerten die Diskobässe aus den Boxen. Eben bekleidete Gogos stiegen auf ihre Emporen, mieden jeden Blickkontakt zu denen, die den ihren suchten und er dachte sich: So ist Berlin  ein einziges Motto gibt es hier nicht, dafür aber alle und alle zugleich.&lt;br /&gt;
Solche Konzepte, wie das des &lt;a href=&quot;http://www.felixrestaurant.de/&quot;&gt;Felix&lt;/a&gt;, funktionieren vielleicht wirklich nur inmitten eines Milieus aus architektonischer Großmannsucht und realexistierender Großstadt-Bohème. Wo sonst könnten an einem Abend, in einer Stadt, die in die Vertikale denkt, in einem umgebauten Keller ein Sternekoch, eine Rockband, eine Bauchtänzerin, ein DJ samt Gogos nacheinander auftreten, sich beklatschen lassen und alle zusammen das Gefühl zelebrieren, das sei auch gut so? Und das ist es vielleicht sogar wirklich, jedenfalls wirbelt so eine Spargelschaumsüppchen-Highway-to-hell-uffze-uffze-Melange alle gängigen Vorstellungen von richtig und falsch, von schick und schäbig, von sinnig und unsinnig gründlich durcheinander. Und in der Kombination mit viel kaltem Wodka fühlte er sich sogar zunehmend großartiger dabei. Wie eigentlich alle hier.&lt;br /&gt;
In seinem Fall könnte das natürlich auch an diesen durchweg hochwangigen und tiefdekolletierten Wesen gelegen haben, die sich immer wieder eng an ihm vorbeischoben, so dass er unsicher war, ob diese flüchtigen Berührungen von warmer Haut tatsächlich so unschuldig und unbeabsichtigt waren, wie sie daher stolzierten. Erst recht, wenn ihnen musternde Blicke vorausgingen und noch mehr, falls sie folgten. Manchmal wehten den jungen Mädchen in ihren flatternden Kleidern auch schwülstig-süße Vanillenoten hinterher, krochen in seine Nase und manchmal versuchte er diese dann auch ein wenig tiefer zu inhalieren, denn ihnen folgte ein lange Kette von Gedanken, in denen es um Eitelkeiten ging, um Voyeurismus, um Jagd, um Enttäuschungen, um Eroberungen und auch ein bisschen um Sex. Verdammte Rockmusik!&lt;br /&gt;
Die Nacht endete für ihn allerdings ohne Rock, dafür mit zu viel Wodka und einer Endlosschleife aus Gedankengliedern in einem einsamen Hotelzimmer. Aber das war gut so. Denn es war herrlich dekadent, und es war Berlin  und da endet schließlich nichts so, wie es einmal angefangen hat. Nicht einmal eine Geschichte über diese Nacht und diesen Typen, der gestern ich war.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-12-17T19:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/2814496/">
    <title>Ich bin dagegen</title>
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    <description>Man muss Teresa Amabile dankbar sein. Die Harvard-Professorin hat schon vor einiger Zeit herausgefunden: Kritik wirkt smarter als Lob. Das gilt auch für kategorische Neinsager. Erstens machen sie weniger Fehler, weil sie weniger machen. Zweitens haben sie weniger zu verlieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen: Dieser Beitrag ist schwach, langweilig geschrieben und die Erkenntnis alt. Ich bin dagegen, dass er veröffentlicht wird.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/2512849/">
    <title>Banane</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/2512849/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://static.twoday.net/waschsalon/images/Banane.jpg&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;40&quot; /&gt;In dem Käfig sitzen vier Affen. In der Mitte des Käfigs steht ein Holzpfosten, darüber hängt eine reife, goldgelbe Banane. Um sie zu bekommen, muss man auf den Pfosten klettern. Die Affen studieren die Versuchsanordnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Weile wagt der erste Affe sein Glück. Kurz bevor er die Banane erreichen kann, spülen ihn Wissenschaftler mit einem kalten Wasserstrahl vom Pfahl herunter. Es dauert wieder eine Weile, aber dann versuchen auch die anderen drei an die süße Frucht zu gelangen. Sie alle fegt der Wasserstrahl kurz vor dem Ziel hinunter. Das Experiment wiederholt sich einige Male. Dann geben die Affen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ersetzen die Forscher einen der Affen. Der Neue weiß noch nichts von dem Wasserstrahl und sieht nur die Banane. Doch als er auf den Pflock steigen will, halten ihn die anderen drei mit lautem Geschrei und körperlicher Gewalt davon ab. Im Grunde eine soziale Geste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber ersetzen die Wissenschaftler mit jedem Versuch einen Affen nach dem anderen. Solange, bis nur noch vier Affen im Käfig hocken, die niemals mit kalten Wasser bestrahlt worden sind. Doch was passiert, ist: nichts. Kein Affe wagt jemals wieder den Pfosten zu besteigen, um an die Banane zu gelangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt Ihnen das bekannt vor? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionen beginnen so. Irgendwann weiß niemand mehr, warum man die Dinge so macht, wie man sie macht. Aber jeder ist davon überzeugt, dass es so richtig ist oder nur so geht. Affig! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie niemals zu, dass Affen Sie davon abhalten, Ihre Ziele zu erreichen!</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-11T07:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/2499234/">
    <title>Warum verlieben wir uns?</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/2499234/</link>
    <description>&lt;i&gt;Warum muss eine Frau eher schön sein als intelligent?&lt;br /&gt;
Weil Männer besser sehen als denken können.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein abgedroschener Witz. Aber die Beobachtung enthält ein Körnchen Wahrheit. Körperliche Symmetrie kann romantische Liebe auslösen. Als Forscher mit dem Computer viele Gesichter zu einem durchschnittlichen Einheitsgesicht mischten, gefiel sowohl Männern als auch Frauen das Durchschnittsgesicht mehr als eines der einzelnen Gesichter. Schon zwei Monate alte Babys schauen sich ebenmäßigere Gesichter länger an. Wissenschaftler haben heraus gefunden: Besonders ebenmäßig wirkende Männer erlangen Vorrechte bei der Fortpflanzung. Ihr Sexualleben beginnt rund vier Jahre vor dem von Gleichaltrigen, die asymmetrisch wirken; sie haben mehr Sexualpartnerinnen und auch mehr Seitensprünge während der Ehe. Zudem haben Frauen mit ebenmäßig aussehenden Männern mehr Orgasmen, auch wenn die Beziehung für sie gefühlsmäßig unbefriedigend ist. Wenn eine Frau Orgasmen mit einem gut proportionierten Mann hat, nimmt sie mit den Kontraktionen während des Orgasmus sogar mehr von seinem Sperma auf. Der vermutete Grund: Das Hirn einer Frau, die ihren ebenmäßig aussehenden Liebhaber anschaut, produziert mehr Dopamin, das wiederum in einer Reihe von Wechselwirkungen die Testosteronbildung anregt und so die sexuelle Reaktion verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Symmetrie die eigenen Wahlmöglichkeiten im Paarungsspiel verbessert, tun Frauen außerordentlich viel dafür, sie zu erreichen oder zumindest den Anschein der Ebenmäßigkeit zu erwecken. Mit Puder machen sie die beiden Gesichtshälften gleichmäßiger. Mit Mascara und Eyeliner lassen sie ihre Augen einander ähnlicher erscheinen. Mit Lippenstift vergrößern sie die eine Lippe so, dass sie zu der anderen passt. Und mit Schönheitschirurgie, Gymnastik und Sport, Gürteln, Büstenhaltern und engen Jeans und Blusen formen sie ihre körperliche Gestalt, um die von Männern bevorzugten symmetrischen Proportionen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wirkt. In wissenschaftlichen Studien zeigten Männer in den Hirnregionen, die mit der visuellen Verarbeitung verbunden sind, meistens mehr Aktivität als Frauen. Die Gehirntätigkeit könnte erklären, warum sich Männer im Allgemeinen schneller verlieben als Frauen. Wenn der Zeitpunkt stimmt und ein Mann eine attraktive Frau sieht, ist er anatomisch in der Lage, attraktive visuelle Merkmale schnell mit Empfindungen leidenschaftlicher Liebe in Verbindung zu bringen. Diese männliche Reaktion kann auch erklären, warum Frauen ihr persönliches Erscheinungsbild als wichtiges Element ihrer Selbstachtung betrachten und warum Frauen sich so außerordentlich viel Mühe geben, visuell für ihre Vorteile zu werben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen nutzen die Vorliebe von Männern für  und ihre Hirnreaktion auf  visuelle Reize gnadenlos aus. Psychologen berichten, dass Männer Frauen gerne bei der Lösung ihrer Probleme helfen wollen. Männer fühlen sich männlich, wenn sie ein weibliches Wesen in Not retten. Zweifellos haben Millionen Jahre des Schutzes und der Fürsorge für Frauen dem männlichen Gehirn diese Tendenz eingeprägt, sich Frauen zu wählen, die ihrer Meinung nach gerettet werden müssen. Tatsächlich ist das männliche Gehirn gut zur Unterstützung von Frauen eingerichtet. Männer sind im Durchschnitt in allen Arten von mechanischen und räumlich bezogenen Aufgaben besser bewandert als Frauen. Männer sind Problemlöser. Und viele der besonderen Fähigkeiten von Männern werden im Mutterleib durch hohe Testosteronwerte des Fötus gebildet. Vielleicht haben Männer diese biologische Maschinerie zumindest teilweise zu dem Zweck entwickelt, für Frauen attraktiv zu sein, sie zu unterstützen und zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Untersuchung von achthundert Kleinanzeigen, die in Zeitungen und Zeitschriften aufgegeben wurden, suchten amerikanische Frauen zweimal so häufig wie Männer Partner, die ihnen finanzielle Sicherheit boten. Viele Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und sehr wohlhabende Frauen sind an Männern mit noch mehr Geld und Status als sie selbst interessiert. Frauen überall in der Welt fühlen sich mehr zu Partnern mit Bildung, Ehrgeiz, Reichtum, Status und Position hingezogen  der Art von Eigenschaften, die ihre prähistorischen Vorfahren bei einem Partner für die Kinderaufzucht brauchten. Wissenschaftler brachten das so auf den Punkt: Männer suchen Sexualobjekte und Frauen suchen Erfolgsobjekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Wunder, dass die Selbstachtung eines Mannes enger mit seinem allgemeinen Status verknüpft ist. Kein Wunder, dass Männer mit größerer Wahrscheinlichkeit ihre Gesundheit, Sicherheit und Freizeit aufs Spiel setzen, um einen hohen Rang zu erreichen. Männer wissen intuitiv, dass sie furchtlos, stark wie geschmiedetes Eisen, kraftvoll wie die glühende Sonne erscheinen müssen, um für jugendliche, gesunde, energiegeladene Frauen attraktiv zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;right&quot;&gt;&lt;small&gt;[Aus: Helen Fisher: Why we love  The Nature and Chemnisty of Romantic Love, &lt;br /&gt;
Henry Holt and Company New York 2004]&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-09T11:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/2288523/">
    <title>Mammon</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/2288523/</link>
    <description>Die Sache mit den Blogs und dem Geld. Über den geschätzten &lt;a href=&quot;http://vanilleeis.twoday.net/&quot;&gt;Medienjunkie&lt;/a&gt; habe ich &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23016/1.html&quot;&gt;diesen&lt;/a&gt; Telepolis-Artikel entdeckt, beziehungsweise, &lt;a href=&quot;http://payperpost.com/&quot;&gt;Payperpost.com&lt;/a&gt;, wo Blogger Geld dafür bekommen, wenn sie bestimmte Produkte in ihren Artikeln erwähnen. Also schleichwerben. Für die Einen mag das eine günstige Gelegenheit sein, ein Zubrot zu verdienen. Für andere ist es Prostitution. Und Verrat am Leser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu läuft gerade in Deutschland eine &lt;a href=&quot;http://www.spreeblick.com/2006/07/04/selbstregulierung/#more-3218&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt; darüber, ob Blogger Geld verdienen dürfen. In dem Fall Payperpost fällt mir das Urteil persönlich leicht: Es ist Schleichwerbung, Prostitution, Verrat  und verstößt obendrein auf ekelhafte Weise gegen journalistische Grundsätze: die klare, transparente Trennung von Werbung und Redaktion. Der Leser wird hier über die wahren Motive hinweg getäuscht, benutzt, missbraucht, verarscht. Das ist unethisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Productplacement ist trotzdem kein Novum. Auch der Versuch, Produkte redaktionell besprechen zu lassen, ist weder in Redaktionen, noch in Blogs unbekannt. Man denke nur an die vier &lt;a href=&quot;http://astra.blogg.de/&quot;&gt;Opel-Blogger&lt;/a&gt;. Auch dazu gab es viele Diskussionen: Bestechung? Prostitution? Oder eine mediale Aufwertung der Blogs? Auf jeden Fall war spätestens damit das Buffetbloggen geboren: Man lädt Autoren zu einer Art &lt;a href=&quot;http://www.weallspeakfootball.com/&quot;&gt;Buffet&lt;/a&gt; ein, damit diese anschließend darüber (indirekt) berichten  lieber positiv als negativ. Wie gesagt, das ist nicht neu. In den Redaktionen heißt so etwas Pressereise oder -event. Sie sind Stiefkinder, aber in Zeiten knapper Budgets und bei kleinen Redaktionen oft ohne Alternativen. Sittenwidrig wird es dabei erst, wenn man seine Leser über die Absprachen im Ungewissen lässt. Wer hier Transparenz schafft, lässt dem Leser zumindest die Wahl, wie er das objektive Urteil bewertet. Die vier Vectralblogger haben das &lt;a href=&quot;http://www.daily-pia.de/?p=1369#comment-13397&quot;&gt;mehr&lt;/a&gt; und weniger getan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist gar nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass sich hier zu Lande sowohl die Versuche mehren, mit Bloggern Geld, Image oder Inhalte zu machen (aktuell etwa mit &lt;a href=&quot;http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=771&quot;&gt;Katharina Borchert&lt;/a&gt;, alias &lt;a href=&quot;http://www.lyssas-lounge.de/&quot;&gt;Lyssa&lt;/a&gt;, die bald als Chefredakteurin der Onlineprojekte der Essener WAZ-Gruppe fungiert oder &lt;a href=&quot;http://haltungsturnen.de&quot;&gt;Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach&lt;/a&gt;, der ab 1. August bei der PR-Beratung Edelmann &quot;Chief Blogging Officer&quot; wird) als auch die Versuche der Blogger selbst etwas Geld zu verdienen  sei es durch Bandenwerbung  wie etwa beim &lt;a href=&quot;http://www.bildblog.de/&quot;&gt;Bildblog&lt;/a&gt;, das sich inzwischen von der Berliner Agentur Sternzeit Media vermarkten lässt  oder durch den Verkauf von Devotionalien wie Tassen, T-Shirts, Artikeln oder Vlogs. Kurz: Es ist die einsetzende Kommerzialisierung eines jungen Medienkanals. Auch das ist zunächst völlig normal und gut so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass jemand, der Zeit und Hirnschmalz investiert, um Leser zu informieren oder zu amüsieren, nicht abgeneigt ist, wenn er damit auch ein paar Cent verdienen kann, verstehe ich. Dass dies nur diejenigen können, die entsprechende Zielgruppen erreichen, und dass daraus Neid entstehen kann, ebenso. Was ich aber kopfschüttelnd zur Kenntnis nehme, sind zwei Entwicklungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste ist nicht neu. Sobald jemand mit seinem Blog Geld verdient, wird seine gesamte Objektivität automatisch infrage gestellt. Motto: Geld verdirbt den Charakter. Entscheidend ist aber doch, wie die Autoren mit ihren Sponsoren und Lesern umgehen. Bleiben ihre Motive, über dies oder das zu berichten, transparent, ist es mir schnuppe, ob und von wem jemand Geld bekommt. Ich lese den Artikel, und wenn ich das Gefühl habe, dem Autor fehlt jeglicher Abstand, jedwede Professionalität, dann lese ich nicht weiter  oder ihn im Extremfall gar nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Entwicklung finde ich bedenklicher: An Blogs schätze ich vor allem die Varianz  das Potenzial, die herrschenden Medien zu ergänzen, indem sie Themen aufgreifen, die sonst untergehen oder indem sie Themen aus neuen Blickwinkeln beleuchten. Blogs bieten die Chance, da kritisch zu sein, wo es andere Berichterstatter nicht mehr sind (oder nicht sein können). Bedauerlich ist, dass dies hier zu Lande noch selten der Fall ist. Und bedenklich wird es, wenn der einsetzende Kommerz dafür sorgt, dass Blogger künftig nur noch die Themen besetzen, die von Buffets begleitet werden; wenn PR- oder Werbe-Agenturen die Themen setzen und ihnen von Anerkennungs- und Bedeutungssucht getriebene Autoren folgen. Und so ist das Top-Thema im Blogdings noch immer das Bloggen selbst,  PR-Aktionen und der öde Mammon. Es sind nicht Politik, Gesundheitsreform, Unternehmen, Entlassungen, Manager, Wirtschaftsethik, Feuilleton. Schade.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-05T14:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/1950423/">
    <title>Demotivationslyrik</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/1950423/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://static.flickr.com/56/144584843_64d5af1f01.jpg?v=0&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;70&quot; /&gt;Als ich das letzte Mal ein Motivationsseminar besuchte  rein beruflich natürlich -, versuchte mir der Mensch am Mikro zu verkaufen, jeder könne ein Starverkäufer, Topmanager oder zumindest reich werden. Er selbst war eher so eine Art verkrachte Existenz, ein Desperado der Meta-Ebene und des esoterischen Brimboriums. Ich hielt ihn für einen Blender. Die 99 anderen nicht. Seitdem bin ich überzeugt: Keiner von uns ist so blöd, wie wir alle zusammen. Und man sollte niemals die Macht dummer Menschen in einer großen Gruppe unterschätzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe sie immer gehasst, die Apologeten des positiven Denkens. Ich vermute sogar, dass der Sinn ihres Lebens darin besteht, anderen als warnendes Beispiel zu dienen. Immerhin behaupten sie allen Ernstes: Du musst daran glauben, dass du es schaffst, dann schaffst du es auch. Oder: Du musst daran glauben, dass alles gut wird. Oder: Du musst daran glauben, dass man Menschen motivieren kann. Ich hätte es ehrlicher gefunden, wenn mir einer gesagt hätte: Wenn du den Müll glaubst, musst du dran glauben. Man kann Menschen nicht motivieren, das können nur sie selbst. Und Erfolg ist kein Automatismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dann fand ich so einen ehrlichen Menschen. Er heißt El Kersten, war einst Professor für Organisationskommunikation an der Universität von Süd-Kalifornien und betreibt jetzt die Internetseite &lt;a href=&quot;http://www.despair.com&quot;&gt;Despair.com&lt;/a&gt;. Außerdem hat er die Kunst der Demotivation erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ist  so ziemlich die waghalsigste, subversivste und witzigste Theorie, die ich seit langem gelesen habe. Immerhin behauptet er, dass Mitarbeiter mindestens so viele Probleme machen, wie sie lösen. Sie bringen ihre persönlichen Probleme zur Arbeit mit, beschäftigen sich mit Intrigen, boykottieren die Unternehmensziele, beschweren sich dauernd über Kleinigkeiten und fordern auch noch ständig mehr Geld. Kurz: Sie sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt Angestellte also wie Teenager zu behandeln, die Lob und Liebe brauchen, empfiehlt er sie wie Erwachsene zu handhaben, die einst einen Vertrag unterzeichneten, der den Austausch von Geld gegen Leistung vorsieht. Sein Rezept: klare Arbeitsanweisungen, wenig Entscheidungsspielraum und ein angemessen niedriges Gehalt. Das demotiviert die Leute zwar, ist aber billig. Was aber noch wichtiger ist: Demotivierte sind leichter zufrieden zu stellen, weil sie nichts mehr erwarten. Sie brauchen weniger Aufmerksamkeit und arbeiten hart, um ihrer Selbstzweifel Herr zu werden. Es könnte schließlich schlimmer kommen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann darüber schmunzeln oder die Stirn runzeln  am Ende aber ist das eine recht veritable Managementtheorie. Nicht zuletzt deshalb, weil sie mich mit der nagenden Frage zurücklässt, was die Unternehmen heute tatsächlich hinter ihrer Rhetorik vom Mitarbeiter als wichtigstem Kapital verbergen. Denn das, was Kersten beschreibt, ist in vielen Unternehmen schon heute Realität. Merke: Nur weil du nützlich bist, heißt das nicht, du wärst auch wichtig.</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <title>Mixury</title>
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    <description>&lt;img src=&quot;http://static.flickr.com/54/137372895_7f4f315d2f.jpg?v=0&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;140&quot; /&gt;Es regnet wieder in der Stadt. Gestern waren es dicke, schwere Tropfen, die sich mit einem leichten Grollen aus den Wolken verabschiedeten bevor sie auf das Straßenpflaster schlugen. Heute sind es eher dünne Bindfäden. Dicht wie ein Vorhang, hinter dem die Menschen in dunklen Einfahrten oder schummrigen Bars verschwinden. Es ist schlagartig kalt geworden, in den Pfützen schwimmen Zigarettenkippen, die der Regen ausgelöscht hat, und die Nässe kriecht dir langsam durch die Schuhe bis in den Rücken rauf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vergangenen Tage waren: hektisch. Kein ungewöhnlicher Zustand in meinem Leben. Aber auf Dauer ist es natürlich nicht gut - weder für Körper, noch für Seele -, sich tagelang von Espresso zu ernähren, die Augen vor Computerbildschirmen zu ruinieren und auf jede Form von Zerstreuung zu verzichten. Ich musste raus, wollte ausgehen und einkehren. Mit ihr. In eine Bar. Eine neue. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute, neue Bar zu finden, ist ungefähr so leicht, als würde man versuchen aus einem Feuerwehrschlauch zu trinken. Ständig eröffnen irgendwo irgendwelche wahnsinnig angesagten Läden, in die dann genauso wahnsinnig angesagte Menschen in noch angesagteren Hemdchen wackeln, um zu festzustellen, wie wenig angesagt die anderen sind, die sich hier auch gerade dem Ich-bin-zu-geil-für-diese-Welt- Popularitätstest unterziehen. Also im Prinzip wie überall  nur dass die Drinks tatsächlich erschreckend oft nach Feuerwehrschlauch schmecken. Mir war nach guten Drinks; nach Geschichten, die auf der Zunge zergehen, nach Gefühlen, die man schmecken kann und die Schluck um Schluck die Wangen wärmen. Mir war weniger nach angesagten Menschen, dafür mehr nach dunklem Holz und gedämpftem Licht, nach leiser Musik und braunem, speckigem Leder, das leise ausatmet, während man darin allmählich versinkt. Mir war nach der &lt;a href=&quot;http://www.shepheard.de/index.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Shepheard Bar&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fand sie im Internet. Anders wäre es auch schwer geworden. Es gibt kein Außenschild, keine Werbung. Nur eine kleine Seitentür und eine schmale Treppe, die hinab ins Souterrain führen. Eine livrierte Barmaid nimmt uns die Mäntel ab, führt uns über das Ahornparkett in das reservierte Separee. An den Wänden dimmen erdfarbene Fließen das Licht warmorange; die spärliche und keineswegs kitschige Dekoration stammt teils von Belgischen Flohmärkten und erinnert an eine Melange aus japanischen, arabischen und afrikanischen Antiquitäten. Dann stellt sich der Barmanager persönlich vor. Er heißt Mirko Gardeliano, sieht ein bisschen aus wie der junge Al Pacino, den er sehr verehrt, und ist Italiener. Single ist er auch. Auch das erzählt er, natürlich mit italienischem Akzent und einem charmanten Lächeln, was der ganzen Vorstellung zugleich etwas sehr persönliches gibt und einen vergessen lässt, dass man sich gerade in einer Bar fläzt und nicht bei sich zuhause auf der Couch im Wohnzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wohnzimmer habe ich allerdings auch keine 60 Sorten Whisky, über 20 Zigarrensorten und eine Karte mit rund 200 Cocktails, darunter mehr als 50, teils preisgekrönte Eigenkreationen. Dieser Katalog ist keine Cocktail-, sondern eine Speisekarte  es gibt Drinks mit Lychee und Mango, mit Pfeffer und Peperoni, mit Sardellen oder Balsamico, sogar Ovomaltine mixt, schüttelt oder rührt Gardeliano unter. Dazu gibt es Oliven, Chips und eine bezaubernde Barmaid, die einen nicht nur persönlich berät, sondern auch anerkennt, dass man zwar viel über Geschmack reden und noch mehr streiten kann, am Ende aber der Gaumen entscheidet. Wenne eine Drink, den wir empfehle, nichte ssmeck, sagt Gardeliano, nehme wir dene kostenlos zuruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir nehmen einen Scarface. Der ist giftgrün, schmeckt nach feurigem Pfeffer und frischer Minze und erzählt eine sepiafarbene Detektivgeschichte inmitten von schwarzen Autos mit Weißbandreifen und klebrig-salziger Sommerluft in New Orleans. Verdammt, denke ich, das ist guter Stoff und bestelle noch einen und noch einen. Und das nächste, was ich merke, ist, dass ich hier vor meinem Laptop sitze und immer noch in dieser Geschichte stecke. Aber draußen scheint jetzt die Sonne.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-04-30T10:05:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/1864331/">
    <title>Nomen est omen</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/1864331/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://static.flickr.com/46/113459458_b015038192.jpg?v=0&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;85&quot; /&gt;Mal ehrlich: Bei einigen Menschen verkommt die Geburtsurkunde zum Mittel der Selbstinszenierung. Da reicht dann nicht einfach nur ein Vorname  es müssen schon mindestens drei sein. Klasse durch Masse, man gönnt sich ja sonst nichts. Möglichst ausgefallene Namen sind dabei schon beim ersten Titel Pflicht. Hollywood (&lt;b&gt;siehe unten&lt;/b&gt;) macht es schließlich vor. Heute erst wieder wurde ich daran erinnert: Vor ein paar Tagen, am 18. April, bekamen Katie Holmes und Tom Cruise in Los Angeles ihre kleine &lt;a href=&quot;http://www.stern.de/lifestyle/leute/:Elterngl%FCck-Tom,-Katie-Suri/559692.html&quot;&gt;Suri&lt;/a&gt;. Das ist Hebräisch und bedeutet soviel wie &lt;i&gt;Prinzessin&lt;/i&gt;. Oder auf Persisch &lt;i&gt;rote Rose&lt;/i&gt;. Die vier Geschwister von River Phoenix wiederum heißen Liberty, Rainbow, Summer und Leif - offenbar made in Woodstock. Und Flugzeug-Fan John Travolta wiedrum benannte seinen Sohn direkt nach seiner Leidenschaft: &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm1596681/&quot;&gt;Jett&lt;/a&gt; - das zweite T sicher um Verwechslungen auszuschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hipper heißen liegt im Trend. Ist aber nicht neu. Schon Wolfgang Amadeus Mozart hieß eigentlich Wolfgang Theophil Mozart. Nur fand der Wiener Komponist die latinische Form freilich fescher. Der Schriftsteller &lt;a href=&quot;http://gutenberg.spiegel.de/autoren/grimmels.htm&quot;&gt;Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen&lt;/a&gt; (Simplizissimus) etwa wurde von seinen Eltern mit gleich drei Rufnamen bedacht. Und der mittelalterliche Mediziner Paracelsus (1493-1541) hörte eigentlich auf den eindrucksvollen Titel &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Theophrast_von_Hohenheim&quot;&gt;Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim&lt;/a&gt;. Ob er damit wohl jemals eine Frau hätte abschleppen können? Historisch sind Vornamen übrigens älter als Familiennamen: Erst vor rund 300 Jahren wurden Nachnamen für Bauern und andere Leibeigene eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bedürfnis nach Besonderem führt heuer aber auch zu skurrilen Ergebnissen. So berichten Standesbeamte von Fällen, bei denen Eltern ihre Gören Pepsi Cola, Karl der Große oder Nicht Vaters Wunsch taufen wollten. Derartiger Mumpitz wird freilich kategorisch abgelehnt. Wo bei diesen Extravaganzen die Grenzen liegen, weiß allerdings keiner genau. Erlaubt sind zum Beispiel: Azalee, Bavaria, Chelsea, Cheyenne, Europa, Momo, Oleander, Pumuckl, Sexana, Sunshine, Taiga oder Winnetou. Nicht erlaubt sind dagegen: Che, Gin, Grammophon, Judas, Möwe, Moon, November, Pfefferminze oder Wiesengrund. Die grobe Regel dahinter: Rufnamen müssen eindeutig das Geschlecht erkennen lassen (Damit scheiden hier zu Lande und anders als in den USA Städte- und Ländernamen automatisch aus - es sei denn sie werde mit einem eindeutigen Erstnamen verbunden.) und sie dürfen keine negativen Assoziationen wecken. Positive dagegen schon. Deshalb stammt beispielsweise heute nahezu jeder dritte &lt;a href=&quot;http://www.beliebte-vornamen.de/&quot;&gt;Vorname&lt;/a&gt; aus der Bibel. Das haben &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Onomastik&quot;&gt;Onomastiker&lt;/a&gt; ermittelt  und die beschäftigen sich beruflich mit Namen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rekord für Onomastik-Onanie hält dagegen ein 1904 in Bergedorf bei Hamburg geborener Mann (das stand in der 1978 veröffentlichten Ausgabe des Guinness Book of World Records). Er hieß: &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.paraportal.de/ftopic1132.html&quot;&gt;Wolfeschlegelsteinhausenbergerdorff-&lt;br /&gt;
voralternwarengewissenhaftsschaferswessenschafewarenwohlgepflegte undsorgfaltigkeitbeschutzenvonangreifendurchihrraubgierigfeindewel chevoralternzwolftausendjahresvorandieerscheinendenvanderersteerde menschderraumschiffgebrauchlichtalsseinursprungvonkraftgestartsein langefahrthinzwischensternartigraumaufdersuchenachdiesternwelchege habtbewohnbarplanetenkreisedrehensichundwohinderneuerassevonversta ndigmenschlichleitkonntefortpflanzenundsicherfreuenanlebenslanglic hfreudeundruhemitnichteinfurchtvorangreifenvoneinanderintelligentg eschöpfsvonhinzwischensternartigraum&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;Und die längste URL im Web ist die &lt;a href=&quot;http://llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. 

&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h4&gt;&lt;FONT COLOR=&quot;#6a6a23&quot;&gt;Das Namenlos  - Wie die Kinder prominenter Eltern heißen&lt;/font&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ace&lt;/b&gt; - Natalie Appleton &amp; Liam Howlett&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ahmet Rodan &lt;/b&gt;- Frank Zappa&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Amandine &lt;/b&gt;- John Malkovich&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Apple &lt;/b&gt;- Gwyneth Paltrow &amp; Chris Martin&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aquinnah Kathleen &lt;/b&gt;- Michael J. Fox &amp; Tracy Pollan&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Arpad Flynn &lt;/b&gt;- Elle MacPherson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Assisi &lt;/b&gt;- Jade Jagger&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Atticus William MacNaughton &lt;/b&gt;- Tony Adams&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aurelius &lt;/b&gt;- Elle MacPherson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ava &lt;/b&gt;- Reese Witherspoon &amp; Ryan Philippe&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beatrice Milly &lt;/b&gt;- Paul &amp; Heather McCartney&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bibi Belle &lt;/b&gt;- Anna Ryder Richardson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Blossom &lt;/b&gt;- Kacey Ainsworth&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Brooklyn &lt;/b&gt; Victoria &amp; David Beckham&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Caspar &lt;/b&gt;- Claudia Schiffer &amp; Matthew Vaughn&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Chester &lt;/b&gt;- Rita Wilson &amp; Tom Hanks&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Clementine &lt;/b&gt;- Claudia Schiffer &amp; Matthew Vaughn&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Coco Riley &lt;/b&gt;- Courteney Cox &amp; David Arquette&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Cruz &lt;/b&gt;- Victoria &amp; David Beckham&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Daisy Boo &lt;/b&gt;- Jamie Oliver&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dakota &lt;/b&gt;- Melanie Griffith &amp; Don Johnson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dandelion &lt;/b&gt;- Keith Richard&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dashiell Michael &lt;/b&gt;- Helen Fielding&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dhani &lt;/b&gt;- George &amp; Olivia Harrison &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Diva &lt;/b&gt;- Frank Zappa&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dixie Dot &lt;/b&gt;- Anna Ryder Richardson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dweezil &lt;/b&gt;- Frank Zappa&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dylan Jagger &lt;/b&gt;- Pamela Anderson Lee &amp; Tommy Lee&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Elijah Blue &lt;/b&gt; Cher &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Elijah Bob Patricus Guggi Q &lt;/b&gt;- Bono&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Emma Tiger &lt;/b&gt;- Til Schweiger&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fifi Trixabelle &lt;/b&gt;- Paula Yates &amp; Bob Geldof&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Finlay &lt;/b&gt;- Sadie Frost &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Grier Hammond &lt;/b&gt;- Brooke Shields&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Heavenly Hirrani Tiger Lily &lt;/b&gt;- Paula Yates &amp; Michael Hutchence&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Henry Guenther Ademola Dashtu Samuel &lt;/b&gt;- Heidi Klum &amp; Seal&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Homer &lt;/b&gt;- Richard Gere&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ireland &lt;/b&gt;- Kim Basinger &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jaden Gil, Jaz Elle &lt;/b&gt;- Andre Agassi &amp; Steffi Graf&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jett &lt;/b&gt;- John Travolta &amp; Kelly Preston&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Junior &lt;/b&gt;- Jordan &amp; Peter Andre&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kal-El &lt;/b&gt;- Nicolas Cage &amp; Alice Kim&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kiki &lt;/b&gt;- Charlie Brooks&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Laird Vonne &lt;/b&gt;- Sharon Stone&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lennon &lt;/b&gt;- Liam Gallagher&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Levi Roan Green &lt;/b&gt;- Uma Thurman &amp; Ethan Hawke&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lola &lt;/b&gt;- Sara Cox&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lila Grace &lt;/b&gt;- Kate Moss &amp; Jefferson Hack&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lily &lt;/b&gt;- Kerry Katona &amp; Brian McFadden&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lourdes &lt;/b&gt;- Madonna&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mackenzie &lt;/b&gt;- JK Rowling&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Maddox &lt;/b&gt;- Angelina Jolie &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Marina Pearl &lt;/b&gt;- Matt LeBlanc &amp; Melissa McKnight&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Martha Sky Hope &lt;/b&gt;- Ulrika Jonsson &amp; Lance Gerrard-Wright&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Milo &lt;/b&gt;- Liv Tyler &amp; Royston Langdon&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mingus Lucien &lt;/b&gt;- Helena Christensen&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Misty Kyd &lt;/b&gt;- Sharleen Spiteri&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Molly &lt;/b&gt;- Mariella Frostrup/ Kerry Katona &amp; Brian McFadden&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Moon Unit &lt;/b&gt;- Frank Zappa&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nathaniel Houseman &lt;/b&gt;- Jonathan Davis &amp; Renee&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Natashya Lorien &lt;/b&gt;- Tori Amos&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nayib &lt;/b&gt;- Gloria &amp; Emilio Estefan &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nell Marmalade &lt;/b&gt;- Helen Baxendale&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ocean, True, Sonnet &lt;/b&gt;- Forest Whitaker&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Paris &lt;/b&gt;- Michael Jackson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Peaches &lt;/b&gt;- Paula Yates &amp; Bob Geldof&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Phinnaeus, Hazel &lt;/b&gt;- Julia Roberts &amp; Danny Moder&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Phoebe &lt;/b&gt;- Vernon Kay &amp; Tess Daly&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pilot Inspektor &lt;/b&gt;- Jason Lee&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pixie &lt;/b&gt;- Paula Yates &amp; Bob Geldof&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Presley Walker &lt;/b&gt;- Cindy Crawford &amp; Rande Gerber&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Preston Michael &lt;/b&gt;- Britney Spears &amp; Kevin Federline&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Prince and Prince Michael II &lt;/b&gt;- Michael Jackson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Racer, Rebel, Rocket &lt;/b&gt;- Robert Rodriguez&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rafferty, Rudy &lt;/b&gt;- Sadie Frost &amp; Jude Law&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ripley &lt;/b&gt;- Thandie Newton&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rocco &lt;/b&gt;- Madonna &amp; Guy Ritchie&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Roman &lt;/b&gt;- Cate Blanchett&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Romeo &lt;/b&gt; Victoria &amp; David Beckham&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ryder Russell &lt;/b&gt;- Kate Hudson &amp; Chris Robinson&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rufus Tiger &lt;/b&gt;- Roger Taylor&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sailor &lt;/b&gt;- Christie Brinkley&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Saffron Sahara &lt;/b&gt;- Simon LeBon &amp; Yasmine&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Satchel &lt;/b&gt;- Spike Lee/ Woody Allen&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Scout LaRue, Rumer, Tallulah &lt;/b&gt;- Demi Moore &amp; Bruce Willis&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Stella del Carmen &lt;/b&gt;- Melanie Griffith &amp; Antonion Banderas&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Suri &lt;/b&gt;- Katie Holmes &amp; Tom Cruise&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tallulah &lt;/b&gt;- Jessie Wallace / Angela Griffin&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tallulah Pine &lt;/b&gt;- Simon LeBon &amp; Yasmine&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tianie-Finn &lt;/b&gt;- Duncan James (Blue) &amp; seine Ex Claire&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Truman &lt;/b&gt;- Rita Wilson &amp; Tom Hanks&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wilf &lt;/b&gt;- Hermione Norris&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Willow &lt;/b&gt;- Will Smith &amp; Jada Pinkett Smith&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Valentino Luca, Roman &lt;/b&gt;- Melanie Sykes&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Victoria Kafka &lt;/b&gt;- Tommy Lee Jones &amp; Kimberlea Cloughley&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zahra Savannah &lt;/b&gt;- Chris Rock&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ziggy &lt;/b&gt;- Bob Marley&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zola &lt;/b&gt;- Eddie Murphy&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zowie (Duncan Zowie) &lt;/b&gt;- David Bowie</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-23T17:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/1783876/">
    <title>Innere Werte</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/1783876/</link>
    <description>Drei Experimente  eine Schlussfolgerung: Der kanadische Psychologe &lt;a href=&quot;http://www.lascap.de/Downloads/Human%20mate%20choice%20as%20the%20psychologist%20views%20it.pdf&quot;&gt;Thomas Hadjistavropoulos&lt;/a&gt; von der University of Regina zeigte Frauen verschiedene Männergesichter. Sie sollten ihm sagen, wer davon für sie als Partner infrage käme. Ergebnis: Durchweg wurden die Attraktivsten ausgewählt. Die Probandinnen selbst gaben jedoch an, die Männer nach ihrer Persönlichkeit ausgewählt zu haben (soweit man das von einem Foto überhaupt ablesen kann). Also Experiment Nummer 2: Jetzt gab der Forscher vor, sie seien an einen Lügendetektor angeschlossen. Schon bekannte die deutliche Mehrheit der Frauen bei ihrer Wahl nach dem Äußeren gegangen zu sein. Bei einem dritten Experiment des US-Anthropologen &lt;a href=&quot;http://www.amazon.com/gp/product/product-description/0195114884/102-2165499-9132143&quot;&gt;John Townsend&lt;/a&gt; von der Syracuse University präsentierte man 200 Frauen dieselben Männer in unterschiedlicher Aufmachung: mal in einem Anzug, mal in einer Bullettenbrater-Uniform. Das Ergebnis lässt sich erahnen: Die Männer wurden schlagartig attraktiver, wenn sie in einem feinen Zwirn steckten, während selbst die schönsten Model-Brätlinge einfach nicht punkten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit ist: Sieht ein Mann eine Frau, vergisst er, dass er ein Hirn hat. Sieht eine Frau einen Mann, fängt sie an zu rechnen. Die Schönheit der Frau bestimmt ihren Marktwert für den Mann, während es bei ihm Macht; Geld und Status sind, die den Ausschlag geben  allerdings nicht ohne einen gewissen Einfluss des Äußeren. Weitere Soziologiestudien bestätigen das: Eine wunderschöne Frau an der Seite eines unterdurchschnittlich attraktiven Mannes lässt ihn deutlich attraktiver erscheinen  sowohl für Frauen als auch für Männer. Das Model an seiner Seite erhöht seinen Status: Er gilt prompt als intelligenter, selbstbewusster, liebenswerter. Paradoxerweise sogar noch mehr, je unattraktiver der Mann ist. Allerdings funktioniert das nicht umgekehrt: Ein gutaussehender Mann an der Seite einer Frau, ändert nicht das Geringste daran, wie andere sie einschätzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://english.pravda.ru/img/2005/8/beautiful_face.jpg&quot; width=&quot;200&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;Die Kehrseite dieser Erkenntnis: Innere Werte sind das Feigenblatt mit dem wir alle  ob Mann oder Frau  unseren wahren Wahlmodus kaschieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild links zeigt übrigens die gemorphten Konterfeis mehrerer attraktiver Menschen mit dem Ergebnis eines &quot;super-attraktiven&quot; Durchschnittsgesichts von Frau und Mann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-03T12:42:09Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://waschsalon.twoday.net/stories/1754920/">
    <title>Warum die Schürze des Kochs weiß ist</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/1754920/</link>
    <description>Die Antwort lautet: Sex. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was? Jetzt ist er völlig durchgeknallt, höre ich Sie sagen. Oder: Komm, der will doch nur sein Blog puschen. Gut, beides ist nicht ganz falsch. Ich habe aber auch recht. Denn die Frage, warum der Mensch Sex hat, beschäftigt Evolutionsforscher schon lange. Und eine Theorie, die sich immer mehr durchsetzt, ist das so genannte Handicap-Prinzip. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte?! Was hat das denn mit weißen Schürzen zu tun?, werden Sie sagen. Warten Sie es ab! Das Handicap-Prinzip geht auf das israelische Biologenpaar Amotz und Avishag Zahavi zurück. Die fragten sich unter anderem, was ein Wesen attraktiv macht und warum beispielsweise der Pfau diese wahnsinnig langen, wunderschönen Federn hat, obwohl sie ihn eigentlich nur behindern. Dabei fanden sie heraus: Sexuelle Signale werden vom anderen Geschlecht nur dann als wertvoll eingestuft, wenn sie besonders kostenintensiv erworben und gepflegt werden müssen. Oder auf den schönen Pfau übertragen: Der steckt in einer evolutionären Zwickmühle. Sein Schwanz schadet ihm zwar, aber ohne ihn geht es  mangels Weibchen  noch weniger. Er muss ihn also hegen und pflegen. Wer Werbung für seine Gene machen und sich fortpflanzen will, muss also wohl oder über ein Handicap in Kauf nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt das für den Menschen? Soll eine Behinderung etwa attraktiv machen? In gewisser Weise: Ja, sagen heute Wissenschaftler. Denn auch der Mensch steht vor dem Dilemma, dass er zeigen muss, was für ein toller Hecht er ist. Und er tut das beispielsweise durch Statussymbole und Markenprodukte. Die sind meist völlig nutzlos und stellen aufgrund ihrer hohen Preise ein echtes Anschaffungshandicap dar. In einen Porsche müssen wir beispielsweise viel investieren, obwohl er uns genauso gut von A nach B bringen kann wie ein Ford. Der Sinn einer Markentasche ist nicht etwa die Tasche, sondern eben die Marke, die besonders exklusiv ist und so die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse signalisiert. Auch eng geknöpfte Kragen mit würgenden Krawatten oder eng anliegende Jacketts sind solche Klassensymbole. Am besten noch gepaart mit einer Weste bei sommerlichen 35 Grad Außentemperatur. Genauso funktionieren aber auch zu Trippelschritten zwingende Stöckelschuhe sowie feine Stoffe, die man garantiert nicht in einer Waschmaschine reinigen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das Prinzip erst mal verinnerlicht hat, sieht man es überall. Überall wählt der Mensch freiwillig Behinderungen, um damit zugleich zu dokumentieren: Sieh her, ich kann mir diesen Unnutz leisten! Und das macht ihn in den Augen der anderen Menschen attraktiver. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und deswegen ist auch die Schürze des Kochs Weiß. Denn nur der wahre Meister kocht meisterlich ohne, dass ihn die weiße Weste behindern würde.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://waschsalon.twoday.net/topics/Wolle&quot;&gt;Wolle&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 waschsalon</dc:rights>
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    <title>Zack und Back</title>
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    <description>&lt;img src=&quot;http://static.flickr.com/110/299615256_6da1d9c665.jpg?v=0&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;80&quot; /&gt;Die getoasteten Panini mit Brie waren zu trocken, aber das Rumpsteak blutete seine rosa Tropfen direkt von der Gabel auf meine verwaschenen Jeans, einmal, zweimal, während ich dem weiß beschürzten Kellner signalisierte, dass wir noch zwei Kölsch wollten, der daraufhin freundlich nickte, dann aber doch erst zu den beiden Blondinen wackelte, die neben uns auf der dunkelbraunen Ledercouch saßen und ihr erstes Glas Rotwein viel zu schnell geleert hatten, was ich durchaus verstehen kann, weil der Pinot Noir hier wirklich süffig ist und beide sowieso schon seit fünf Minuten ihre langen, gebleichten Haare auf hohem dramaturgischen Niveau von der linken Schulter auf die rechte dröselten als genössen sie nicht schon genug Aufmerksamkeit, mit den schlanken Beinen in den knackengen Jeans, dem rüschigen Dekolletee der einen und dem wie zufällig von der Schulter hängenden Spaghetti-BH-Trägerchen der anderen und ihrem mezzosopranen Lachen, das sich in dem warmgelb gedimmten Raum der Bar schnell verlor, zwischen all den verliebten Paaren an den Zweiertischen, die sich mit ihren von Teekerzen funkelnden Pupillen nur stumm anstarrten; oder den Kleingruppen aus aufgebretzelten Kommilitonen, die sich hier erst anwärmten, bevor der Club um die Ecke seine Türsteher auf die Straße jagen würde, ihre Egos zu brechen. Achja, die Kölsch! Danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag diese verrauchten Abende. Quatschen mit einem guten Freund, dasitzen, zuhören, glotzen. Bis die durch den Raum irrlichternden Xenonstrahler der vorbeirauschenden Autos seltener werden  wie die verliebten Paare, die einem plötzlichen und unsichtbaren Lockruf folgend, irgendwann aneinander geschmiegt die Bar sehr eng, sehr kichernd und sehr schnell verlassen. Wir sprachen über das Ficken, mein Freund und ich. Über Freundschaften. Über Eifersucht. Mein Freund ist sehr eifersüchtig. Würde jemals einer seiner Frau zu nahe kommen  zack. Ich halte nichts von zack. Ich würde es genießen zuzusehen, wenn einer sich bemüht, einen Wodka sour nach dem anderen spendiert, mit seinem Porscheschlüssel beiläufig fuchtelt, während er nach dem Blackberry sucht  jaja, verdammt, immer diese Anlageberater! -, die Geschichten vom unglaublich lebhaften Shanghai erzählt, das New York, diesen alternden Bratapfel, als place-to-be längst abgelöst hat. Dazu Charme galore. Eben so einer. Ich würde mir das lange ansehen, lächeln, und dann, wenn seine Schwitzmonde bereits durch das Kiton-Sakko dringen, aufstehen, ihr einen zarten Kuss auf die Wange drücken und etwas Schmutziges ins Ohr flüstern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eifersüchtig muss ein Mann sein? Schwierige Frage, wir waren uns nicht einig und brauchten Hilfe. Wir fragten die beiden Blondinen. Ein bisschen ist schon gut, sagte die Dekolletierte. Er sollte nachfragen, was an dem Abend war, sich interessieren, aber mehr nicht, ergänzte die Spaghettiträgerin. Ich fand, dass das Ergebnis unserer spontanen Empirie zu meinen Gunsten ausgefallen war und spendierte zufrieden eine Runde. Wie wir später darauf kamen, weiß ich nicht mehr, aber wir erforschten kurz darauf auch noch, ob es zwischen Männern und Frauen so etwas wie eine platonische Freundschaft geben kann: Erotik ja, Sex nein. Um es kurz zu machen: ja, kann es. Vorausgesetzt beide sprechen das aus und beschließen, dass das Eine geht, das andere nicht. Wobei sich die beiden Blondgeschöpfe anschickten anzufügen, dass sie derlei Freunde bereits gehabt hätten. Beim einen wurde Sex daraus, beim anderen ein Stalker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ergebnis war ich nicht zufrieden. Mein Freund spendierte GinTonic. Wir wechselten das Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellte sich heraus, dass beide Mitte 20, beide erst seit ein paar Jahren Freundinnen waren und gerade ihr Studium der Geschichte gemeinsam beendet hatten. Geschichte? Ist das nicht wie all die anderen geisteswissenschaftlichen Studien, die einen perfekt auf die Arbeitslosigkeit vorbereiten, weil man so schon früh lernt, mit freier Zeiteinteilung, innerer Leere und sozialer Degradierung zurechtzukommen? Warum zum Teufel Geschichte, wollte ich wissen. Ich ziehe nächsten Monat nach Berlin und gehe auf eine Journalistenschule, sagte die Eine, die ich ein bisschen hübscher fand und mich deshalb vor allem mit ihrer Freundin unterhielt. Die, auch das stellte sich heraus, war Amerikanerin, aus Los Angeles, wohnhaft im Valley, also der Gegend, wo die Häuserauffahrten so weiß sind wie die Jacketkronen der blendend schönen Menschen, die darin wohnen. Ich will Bäckerin werden, sagte sie, und ich fand, dass das die beste Antwort seit langem war, wenngleich ich den Weg über ein Geschichtsstudium nicht unbedingt für kohärent, so doch zumindest für originell halte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, sagte sie, mit dem Studium hat das nichts zu tun. Nachdem sie aber während ihrer Zeit an der alma mater die Segnungen des deutschen Brotes schätzen gelernt habe, das dem amerikanischen Schwammtoast überlegen sei, wollte sie nun ein paar Backstuben-Praktika machen, um schließlich im Valley eine German Bakery zu eröffnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind sie, die Amis. Keine drei Jahre mit Gesellenlehre, kein Jahr mit dem Meisterbrief vertrödeln, sondern einfach zuschauen, abkupfern und ein Geschäft daraus machen. So kommt man zu weißen Kiesauffahrten und zu perlweißen Jacketkronen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich? Ich habe heute einen Kater und schreibe ein Blog. Ich sollte vielleicht lieber Geschichte studieren.</description>
    <dc:creator>waschsalon</dc:creator>
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    <title>Der Test</title>
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    <description>Viele haben Sven damals sehr beneidet. Er war gesegnet mit einer bezaubernden Freundin: Marie. Ein Klasseweib. Anfang 30, drei Jahre jünger als Sven, groß, schlank, lange, glatte Haare, schmale Hüften, die ihre sonst üppigen Rundungen nur noch verstärkten, große grüne Augen. Alles an ihr war entweder groß oder großartig. Sie waren schon Jahre zusammen und es war klar, dass sie bald heiraten würden. Doch je näher der Termin rückte, desto mehr wurde er irritiert durch eine Sache, falls man das überhaupt so nennen kann: Maries zauberhafte kleine Schwester. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine künftige Schwägerin war erst 25, ihrer älteren Schwester aber in allen Vorzügen mehr als ähnlich. Zudem trug sie stets hautenge, kurze Kleider, die sie zweifellos tragen konnte, soweit Sven das erkennen konnte. Und er konnte so einiges erkennen. Zum Beispiel, dass sie unter ihren hauchdünnen Kleidchen selten BHs trug. Überhaupt ging sie mit Unterwäsche sehr sparsam um. Und fast jedes Mal, wenn Sven in ihrer Nähe war, beugte sie sich besonders tief hinab. Es schien ihm, als wollte sie ihm bewusst mehr als oberflächliche Ansichten schenken. Zuerst dachte er sich nichts dabei. Blinzelte verschämt oder grinste sie anschließend kurz an. Aber mehr und mehr kam es ihm komisch vor, denn bei anderen verhielt sie sich nie so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages, die Hochzeit mit Marie stand unmittelbar bevor, rief die Schwester Sven an. Sie fragte, ob sie beide nicht gemeinsam über die Hochzeitseinladungen, die Tischverteilung und das Programm schauen wollten. Immerhin war sie Maries Trauzeugin und obendrein die Leiterin des Organisationskomitees. Als Sven sie abends besuchte, war sie allein. Überall brannten Kerzen, und es dauerte nicht lang, bis sie zur Sache kam: Sie gestand ihm, dass sie schon seit Monaten gewisse Gefühle für ihn hätte. Leidenschaftliche Gefühle, die sie bis in ihre Träume verfolgen würden. Sie könne kaum noch essen, denke jeden Tag nur noch an ihn und was er mit ihr anstellen würde. Sie könne und wolle dem nicht mehr widerstehen. Kurzum: Sie wollte mit Sven schlafen. Hier. Jetzt. Sofort. Ein erstes und letztes Mal, bevor er mit Marie verheiratet sei und dies dann natürlich nicht mehr ginge. Sozusagen ein Abschiedsgeschenk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven lief rot an, schluckte. Er brachte kaum noch ein Wort heraus. Totenstille. Man konnte das Kerzenwachs schmelzen hören. Dann durchbrach sie die Stille und sagte ihm, dass sie nun hochgehen würde, in ihr Schlafzimmer. Und wenn er den Mut hätte, noch einmal ein letztes wildes Abenteuer zu wagen, dann solle er ihr nachfolgen. Er stand da wie erstarrt. Seine Knie zitterten, während er jeden einzelnen ihre Schritte verfolgte, ihren anmutigen, festen Körper musterte, ihre langen schlanken Beine, wie sie sich unter dem kurzen Kleid mit jedem weiteren Schritt heraus schälten und mit jeder weiteren Stufe ihren Po freigaben. Noch bevor sie oben angekommen war ließ sie ihr Kleid an sich herunter gleiten, und er sah sie in ihrer ganzen, jungen Pracht: nackt, makellos, wunderschön. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven schauerte es. Er stand noch für einen kurzen Moment da. Dann drehte er sich hastig um, schritt zur Haustür, öffnete sie und rannte zu seinem Auto. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war dort nicht allein. Die gesamte künftige Verwandtschaft stand vor seinem Auto. Seine Schwiegereltern, Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins. Und seine Freundin. Sie alle applaudierten. Und mit Tränen in den Augen nahm ihn sein Schwiegervater in spe in den Arm, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: Ich bin so glücklich, dass du den Test gemeistert hast. Ich könnte keinen besseren für meine Tochter finden. Willkommen in der Familie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschichte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lass Deine Kondome immer im Auto!&lt;/b&gt;</description>
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    <title>Schmerz</title>
    <link>http://waschsalon.twoday.net/stories/1636886/</link>
    <description>Hätten Sie gewusst, dass uns Trennungen von anderen Menschen genauso weh tun wie physische Schmerzen? Tatsächlich. Wenn uns ein Hammer auf den großen Zeh fällt oder die Finger zwischen Tür und Angel rutschen, dann werden in unserem Gehirn dieselben Regionen stimuliert, wie wenn uns ein guter Freund verlässt, die große Liebe mit uns Schluss macht oder uns den Hammer auf den großen Zeh wirft. Wir spüren Schmerzen, es tut physisch weh, macht Aua. So oder so. Folge: Der Magen krampft, die Augen tränen, der Verstand setzt aus und wir fühlen uns elend. Nicht umsonst sprechen wir davon, dass uns jemand das Herz &lt;i&gt;gebrochen&lt;/i&gt; hat oder wir unter &lt;i&gt;Herzschmerzen&lt;/i&gt; unter &lt;i&gt;Liebeskummer&lt;/i&gt; leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gute Nachricht daran ist:  So wie das Pochen im großen Zeh irgendwann wieder aufhört, geht auch dieser Schmerz wieder vorbei. Wenn wir aktiv daran arbeiten und ehrlich zu uns sind, mit anderen Menschen sprechen. In schweren Formen allerdings kann Liebeskummer aber auch zu schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen führen. Zunächst schläft man vielleicht noch schlecht ein, weil die Gedanken ständig um den geliebten Menschen kreisen oder die Schmach des Verlassenwerdens die Stresshormone hoch peitscht. Dieser selbstverursachte Stress kann schnell zu psychosomatischen Störungen, Ängsten und Depressionen führen. Die Gefahr: Obwohl solche Menschen gerade vor dem Alleinsein Angst haben oder sie selbiges bedrückt, ziehen sie sich immer mehr auf und in sich zurück. Sie verlieren das Interesse an anderen und meiden den Kontakt. Wer diese Entwicklung nicht erkennt und stoppt, gelangt leicht in einen depressiven Teufelskreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch indes sind die fünf Phasen des Liebeskummers, die fast jeder durchlebt und die Psychologen unterscheiden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst spürt man, dass die Katastrophe kommt. Es ist mehr Ahnen als Wissen, aber unser Instinkt quält uns wieder und wieder mit trüben Visionen. Irgendwas stimmt nicht, wir spüren das immer deutlicher. Schon diese Phase kann, wenn sie länger anhält, zu ersten körperlichen Störungen führen  man ist überreizt, gestresst, gespannt. Die Leistung fällt ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt die Gewissheit  und mit ihr die Trennung und Wut. Die meisten wollen das zunächst nicht wahrhaben, verlassen worden zu sein. Sie fühlen sich gedemütigt, überrumpelt, verraten. Der andere wusste es schließlich früher, konnte sich vorbereiten, hat uns nicht gewarnt. Danach folgt Lähmung. Man ist orientierungslos, kraftlos, muss sich erst wieder sammeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt die schlimmste Etappe, das Schüttelbad der Gefühle: die eigentliche Trauer und Verzweiflung. Man sieht der Wahrheit ins Auge  mit tränenden Augen. Starke Gefühle machen sich breit. Nichts geht mehr. Nur noch Tränen. Die sind oft eine reine Stressreaktion, die die unerträgliche innere Spannung reduzieren soll. Männer greifen dabei auch gerne zum Alkohol, Frauen wiederum plündern den Kühlschrank. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach folgt die Phase des Verhandelns. Manche versuchen noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, zu retten, was zu retten ist. Sie kämpfen um die Beziehung, versuchen ihre Bitterkeit durch ein neues Selbstbild abzumildern, versprechen Kompromisse. Selten gelingt das. Noch seltener ist das gut. Oder sie entwerfen mit sich selbst eine völlig neue Lebensplanung  und gehen neue Wege. Aber Achtung: Das kann eine (Selbst-)Täuschung sein. Manche stürzen sich nur in neue Liebschaften, um zu verdrängen, um vor sich selbst zu flüchten, sind aber noch längst nicht bereit für eine neue Liebe. Indizien dafür sind entweder, dass sie sehr stark andere für das Scheitern der Beziehung verantwortlich machen oder sich selbst mit Vorwürfen geißeln. In diesem Stadium tut man besser, viel mit guten Freunden zu sprechen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn das überwunden ist, setzt die letzte Etappe ein: Man verarbeitet den Schmerz, akzeptiert die neue Lage, löst sich ganz von der alten Beziehung. Und ist bereit für eine neue. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pochen im großen Zeh hört ja auch auf.</description>
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