Scherzartikel - Nur das Eine im Kopf
Im Grunde ist es ja so: Wir Männer sind hochsensible Wesen mit einer ebenso hoch entwickelten Sprachsensorik. Oh, ja! Wir prahlen damit nur nicht so rum, wie – sagen wir jetzt mal, um keine Namen zu nennen – das andere Geschlecht, weil wir natürlich mindestens genauso bescheiden sind.
In der Folge dieses globalen Missverständnisses kommt es dazu, dass sich in Hunderten Gazetten und Revolverblättchen allenthalben und mit verschwörerischer Regelmäßigkeit geschlechtsspezifische Vorwürfe und Klischees fortpflanzen, die wissenschaftlicher Betrachtung freilich niemals Stand halten könnten. Never ever. Ganz vorne dabei ist da zum Beispiel das:
Männer denken immer nur an das Eine.
So ein Quatsch. Wir Männer denken zwar nur an das Eine – aber eine wirkliche Chance, an das Andere (oder das, das auch) zu denken, haben wir ja gar nicht. Um uns herum ist alles voll davon. Das geht schon bei der Sprache los...
Du wachst auf, musst hoch kommen aus Deinem Bett, wie ein Stehaufmännchen. Duschen, Zähneputzen, Anziehen, Frühstücken: Kaffee heiß, vielleicht mit Sahne, dazu Brötchen mit Pflaumenmus und ein hartes Ei. Die Zeitungs-Spalten sind voll mit Vorstößen, Verstößen, Ausstößen, Zusammenstößen. Die Journalisten schreiben über verschleuderte Schätze, treibende Kurse, attraktive Aktien, über Platzhirsche – und dass nur die Leistung zählt. Das Wetter morgen: Ein Hoch zieht auf und bringt eine steife Brise mit.
Du fährst zur Arbeit, in einem Auto mit Airbags, Stoßdämpfern, einem Schaltknüppel - und Hupen. Im Büro herrscht natürlich Gleitzeit, vor dem Aufzug steckst Du Deine Karte in den Schlitz der Stechuhr, vor dem Büro den Schlüssel ins Loch. Es wird ein harter Tag, die Zeiten sind es auch, ein ständiges Auf und Ab. Deshalb bist Du Mitglied in einem Krisenstab. Die Kostenstruktur ist ein Schwarzes Loch, die Umsatzzahlen müssen endlich wieder sexy werden, sonst lässt Euch die Konkurrenz die Hosen runter. Und die Produkte will man ja auch nicht unter der Hand verschleudern. Also nichts für Weicheier!
Natürlich musst Du dazu tief in die Materie eindringen, Dich richtig reinwühlen. Alles kein Zuckerschlecken. In Deiner Haut stecken möchte jetzt niemand. Doch Du bringst es noch immer, stehst voll im Saft, stehst deinen Mann. Du lockerst das Bindegewebe um Deinen Hals und legst los: Jetzt musst Du Härte zeigen, andere aufrichten. Es folgt der erste Höhepunkt des Tages, Du steckst sie alle in den Sack. Heute Abend gönnst Du Dir dafür einen scharfen Cocktail: Sex on the Beach.
Und so weiter, und so weiter. Ist doch klar, dass man(n) dabei nur noch seine Karriere im Kopf hat. Oder an was haben Sie jetzt gedacht?!
In der Folge dieses globalen Missverständnisses kommt es dazu, dass sich in Hunderten Gazetten und Revolverblättchen allenthalben und mit verschwörerischer Regelmäßigkeit geschlechtsspezifische Vorwürfe und Klischees fortpflanzen, die wissenschaftlicher Betrachtung freilich niemals Stand halten könnten. Never ever. Ganz vorne dabei ist da zum Beispiel das:
Männer denken immer nur an das Eine.
So ein Quatsch. Wir Männer denken zwar nur an das Eine – aber eine wirkliche Chance, an das Andere (oder das, das auch) zu denken, haben wir ja gar nicht. Um uns herum ist alles voll davon. Das geht schon bei der Sprache los...
Du wachst auf, musst hoch kommen aus Deinem Bett, wie ein Stehaufmännchen. Duschen, Zähneputzen, Anziehen, Frühstücken: Kaffee heiß, vielleicht mit Sahne, dazu Brötchen mit Pflaumenmus und ein hartes Ei. Die Zeitungs-Spalten sind voll mit Vorstößen, Verstößen, Ausstößen, Zusammenstößen. Die Journalisten schreiben über verschleuderte Schätze, treibende Kurse, attraktive Aktien, über Platzhirsche – und dass nur die Leistung zählt. Das Wetter morgen: Ein Hoch zieht auf und bringt eine steife Brise mit.
Du fährst zur Arbeit, in einem Auto mit Airbags, Stoßdämpfern, einem Schaltknüppel - und Hupen. Im Büro herrscht natürlich Gleitzeit, vor dem Aufzug steckst Du Deine Karte in den Schlitz der Stechuhr, vor dem Büro den Schlüssel ins Loch. Es wird ein harter Tag, die Zeiten sind es auch, ein ständiges Auf und Ab. Deshalb bist Du Mitglied in einem Krisenstab. Die Kostenstruktur ist ein Schwarzes Loch, die Umsatzzahlen müssen endlich wieder sexy werden, sonst lässt Euch die Konkurrenz die Hosen runter. Und die Produkte will man ja auch nicht unter der Hand verschleudern. Also nichts für Weicheier!
Natürlich musst Du dazu tief in die Materie eindringen, Dich richtig reinwühlen. Alles kein Zuckerschlecken. In Deiner Haut stecken möchte jetzt niemand. Doch Du bringst es noch immer, stehst voll im Saft, stehst deinen Mann. Du lockerst das Bindegewebe um Deinen Hals und legst los: Jetzt musst Du Härte zeigen, andere aufrichten. Es folgt der erste Höhepunkt des Tages, Du steckst sie alle in den Sack. Heute Abend gönnst Du Dir dafür einen scharfen Cocktail: Sex on the Beach.
Und so weiter, und so weiter. Ist doch klar, dass man(n) dabei nur noch seine Karriere im Kopf hat. Oder an was haben Sie jetzt gedacht?!
95 Grad - 6. Feb, 07:55

Trackback URL:
http://waschsalon.twoday.net/stories/4681306/modTrackback