Todesstarre
Im Wald geht die Panik um. Der Bär hat angeblich eine Todesliste. Der Hirsch fasst sich ein Herz und geht zum Bären: "Ich habe gehört du hast eine Todesliste", fragt der Hirsch. "Ja, das stimmt", sagt der Bär. "Und stehe ich drauf?", fragt der Hirsch. "Ja", sagt der Bär. Zwei Tage später ist der Hirsch tot.
Die Panik wächst, die Waldbewohner bekommen immer mehr Angst. Nun fasst der Eber allen Mut zusammen und besucht den Bären. "Ich habe gehört du hast eine Todesliste", fragt der Eber den Bären. "Ja, das stimmt", sagt der Bär. "Und stehe ich drauf?", fragt der Eber. "Ja", sagt der Bär. Zwei Tage später ist der Eber tot.
Die Kunde spricht sich wie ein Lauffeuer herum. Daraufhin verkriechen sich alle Tiere in ihren Höhlen und wagen sich nicht mehr heraus. Der Wald ist wie ausgestorben. Nur der Hoppelhase wagt sich heraus und besucht den Bären. "Ich habe gehört du hast eine Todesliste", fragt der Hase den Bären. "Ja, das stimmt", sagt der Bär. "Und stehe ich drauf?", fragt der Hoppelhase. "Ja", sagt der Bär. "Kannst du mich dann bitte von der Liste streichen?", fragt der Hase. "Ja", sagt da der Bär, und der Hase blieb verschont.
Die Parabel erzählte mir ein befreundeter Arzt, der sie von Kollegen aus der Psychotherapie kennt. Sie verdeutlicht ein typisch menschliches Verhalten: die Opferstarre. Egal, ob wir eine schlechte Klausur geschrieben haben oder das Gefühl bekommen, dass unser beruflicher Stern sinkt - die wenigsten machen an dem Punkt weiter, sondern versuchen sich mit der Situation zu arrangieren - und werden erst dadurch zum Opfer.
Die Panik wächst, die Waldbewohner bekommen immer mehr Angst. Nun fasst der Eber allen Mut zusammen und besucht den Bären. "Ich habe gehört du hast eine Todesliste", fragt der Eber den Bären. "Ja, das stimmt", sagt der Bär. "Und stehe ich drauf?", fragt der Eber. "Ja", sagt der Bär. Zwei Tage später ist der Eber tot.
Die Kunde spricht sich wie ein Lauffeuer herum. Daraufhin verkriechen sich alle Tiere in ihren Höhlen und wagen sich nicht mehr heraus. Der Wald ist wie ausgestorben. Nur der Hoppelhase wagt sich heraus und besucht den Bären. "Ich habe gehört du hast eine Todesliste", fragt der Hase den Bären. "Ja, das stimmt", sagt der Bär. "Und stehe ich drauf?", fragt der Hoppelhase. "Ja", sagt der Bär. "Kannst du mich dann bitte von der Liste streichen?", fragt der Hase. "Ja", sagt da der Bär, und der Hase blieb verschont.
Die Parabel erzählte mir ein befreundeter Arzt, der sie von Kollegen aus der Psychotherapie kennt. Sie verdeutlicht ein typisch menschliches Verhalten: die Opferstarre. Egal, ob wir eine schlechte Klausur geschrieben haben oder das Gefühl bekommen, dass unser beruflicher Stern sinkt - die wenigsten machen an dem Punkt weiter, sondern versuchen sich mit der Situation zu arrangieren - und werden erst dadurch zum Opfer.
Vorbehandeln - 10. Jun, 12:50

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