Blackout
Wenn Männer nichts sagen, hat das mehrere Gründe: Sie haben nichts zu sagen. Sie wissen nichts zu sagen. Sie wollen nichts sagen. Sie können nichts sagen. Letzteres kommt biologisch häufiger vor haben Wissenschaftler herausgefunden. Eine Betriebspause des Gehirns bringt die Männer zum Schweigen.
Das geht so: Wenn ein Mann nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, die Füße auf den Tisch legt und eine Bierflasche leert, dann verarbeitet seine rechte Gehirnhälfte den Tag. Das strengt ihn so sehr an, dass die linke Hälfte, die er zum Zuhören und Reden bräuchte, derweil vorübergehend den Betrieb einstellt. Bei manchen Männern hält dieser Zustand zugegebenermaßen länger an.
Rund 100 Milliarden Nervenzellen befinden sich im menschlichen Gehirn. Jede einzelne ist mit bis zu 10.000 anderen über Nervenbahnen und Knotenpunkte verbunden. Werden sie gereizt, schließen sie sich blitzschnell in Form winziger elektrischer Impulse zusammen. Die dabei entstehenden Erregungsmuster, entsprechen dann einem bestimmten Gedanken. Wuuuusch bedeutet zum Beispiel „Wow, tolles Teil!“. Wuuuusch-Zack bedeutet „Du bist verheiratet!“ Und Zack-Zack bedeutet, dass Sie Gedanken lesen kann.
Unbedeutende Reize gehen in der Regel verloren, bedeutende Informationen hinterlassen dagegen eine Gedächtnisspur. An besonders heißen Tagen – also heute – kann diese allerdings schon mal verwischen. Menschen werden dann anfällig für Manipulationen. Oder bekommen Blackouts.
Ich hatte heute einige Aussetzer. Mein Hirn fühlt sich an wie Spongebob. Erst vorhin wieder. Da rief mich eine gesprächige Frau an und wollte wissen, was denn aus ihrem Vorschlag wird. Da habe ich ihr gesagt, dass ihre Idee klasse sei, ich aber gerade wenig Zeit habe und die Idee deshalb nicht aufgeschoben, sondern aufgehoben ist. Da war die Frau auf einmal sehr still. Da habe ich versucht, nett zu sein. Ich sagte: „Da ist jetzt nicht so wie Sie denken! Ihr Vorschlag war mir ein wahre Last.“ Da hat sie aufgelegt.
Danach bin ich ins Internet und habe nach einer gelehrten Exkulpation für mein Fehlverhalten gesucht. Ich habe heraus gefunden, dass unser Gehirn in einem heillosen Datenchaos versinken würde, wenn es sich nicht ab und an selbst entrümpeln würde. Kurzzeitige Blackouts sind ein gutes Zeichen dafür. Bei mir herrscht gerade großes Gerümpel da oben. So gesehen ist das also eine Stärke.
Sollte mich die Frau noch mal anrufen, werde ich zu ihr sagen: „Gute Frau, Sie haben das mit ihrer Idee leider völlig falsch verstanden. Ich musste nur gerade ein wenig entrümpeln.“
Das geht so: Wenn ein Mann nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, die Füße auf den Tisch legt und eine Bierflasche leert, dann verarbeitet seine rechte Gehirnhälfte den Tag. Das strengt ihn so sehr an, dass die linke Hälfte, die er zum Zuhören und Reden bräuchte, derweil vorübergehend den Betrieb einstellt. Bei manchen Männern hält dieser Zustand zugegebenermaßen länger an.
Rund 100 Milliarden Nervenzellen befinden sich im menschlichen Gehirn. Jede einzelne ist mit bis zu 10.000 anderen über Nervenbahnen und Knotenpunkte verbunden. Werden sie gereizt, schließen sie sich blitzschnell in Form winziger elektrischer Impulse zusammen. Die dabei entstehenden Erregungsmuster, entsprechen dann einem bestimmten Gedanken. Wuuuusch bedeutet zum Beispiel „Wow, tolles Teil!“. Wuuuusch-Zack bedeutet „Du bist verheiratet!“ Und Zack-Zack bedeutet, dass Sie Gedanken lesen kann.
Unbedeutende Reize gehen in der Regel verloren, bedeutende Informationen hinterlassen dagegen eine Gedächtnisspur. An besonders heißen Tagen – also heute – kann diese allerdings schon mal verwischen. Menschen werden dann anfällig für Manipulationen. Oder bekommen Blackouts.
Ich hatte heute einige Aussetzer. Mein Hirn fühlt sich an wie Spongebob. Erst vorhin wieder. Da rief mich eine gesprächige Frau an und wollte wissen, was denn aus ihrem Vorschlag wird. Da habe ich ihr gesagt, dass ihre Idee klasse sei, ich aber gerade wenig Zeit habe und die Idee deshalb nicht aufgeschoben, sondern aufgehoben ist. Da war die Frau auf einmal sehr still. Da habe ich versucht, nett zu sein. Ich sagte: „Da ist jetzt nicht so wie Sie denken! Ihr Vorschlag war mir ein wahre Last.“ Da hat sie aufgelegt.
Danach bin ich ins Internet und habe nach einer gelehrten Exkulpation für mein Fehlverhalten gesucht. Ich habe heraus gefunden, dass unser Gehirn in einem heillosen Datenchaos versinken würde, wenn es sich nicht ab und an selbst entrümpeln würde. Kurzzeitige Blackouts sind ein gutes Zeichen dafür. Bei mir herrscht gerade großes Gerümpel da oben. So gesehen ist das also eine Stärke.
Sollte mich die Frau noch mal anrufen, werde ich zu ihr sagen: „Gute Frau, Sie haben das mit ihrer Idee leider völlig falsch verstanden. Ich musste nur gerade ein wenig entrümpeln.“
95 Grad - 11. Jul, 17:41

Trackback URL:
http://waschsalon.twoday.net/stories/2330260/modTrackback